Willkommen

Wer durch das schmiedeeiserne, goldene Tor zwischen den beiden Wohnhäusern an der Bertramstraße die Kornbrennerei betritt, steht in einem begrünten Innenhof mit weißen Fassaden, Skulpturen und einer großen Eiche als Blickfang. Wer weitergeht, gelangt in einen zweiten lichtdurchfluteten Innenhof mit einigen Studios und Ateliers. Tische mit Stühlen und Bänke neben Olivenbäumen, Kiwi- und Oleanderbüschen laden als Treffpunkt ein. „Unter allen Dächern“ leben hier Künstler*Innen und Designer*Innen inmitten einer bunten Mischung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Berufe.

AKTIONEN / AKTUELLES

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2. Hainholz Classics, so schön unter allen Dächern

Ausverkauftes Haus, Standing Ovations minutenlang, das war ein berauschend toller Abend im Rahmen des Kultursommers Hainholz Spezial 2021 in der Kornbrennerei.  Es spielte das Celloensemble Cesthetik der Klasse von Prof. Tilmann Wick der HMTMH: Die vier Cellisten Yugyung Kim, Leonor Swyngedouw, Wenjiao Ma und Sören Lukas Schirmer zeigten Stücke von Gabriel Fauré, Astor Piazolla, Richard…

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Ausstellung Hainhölzer

Im Innenhof der Kornbrennerei ist noch bis zum 2. Oktober 2021 die Sonderausstellung „Hainhölzer“ zu sehen. Die Kreativen der Kornbrennerei haben Objekte aus Dachlatten gestaltet, denn Holz ist das neue Gold und Kunst ja sowieso. Aus Holzlatten werden Hainhölzer. Sie können sie jederzeit anschauen, der Innenhof steht offen. Im Rahmen des Kultursommers Hainholz Spezial 2021…

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200 ZINNOBER-Besuchende zu Gast

Während des ZINNOBER-Wochenendes standen auch die Ateliers der Künstler:innen der Kornbrennerei offen. 200 Besuchende schauten vorbei. Das hannoversche Netzwerk „Ladies, Wine & Design war ebenfalls dabei. Sie bekamen reichhaltige Einblicke zu den aktuellen Arbeiten von Della, Anton Krüger, Claudia Kudlinski, Siegfried Neuenhausen und Gaby Marx. Auch Arbeiten der kürzlich verstorbenen Künstlerin Ulla Lauer waren in…

HISTORIE

Die Kornbrennerei August Schmidt wurde 1878 in der Bertramstraße in Hannover – Hainholz gegründet. Nach dem Konkurs der Firma erwarb Siegfried Neuenhausen die Hainhölzer Schnapsfabrik, um dort mit anderen Künstler*Innen zu leben und zu arbeiten. Im Lauf der Jahrzehnte wurden marode Gebäude saniert, aufgestockt und Dächer erneuert. Neben neuen Wohnungen entstanden Ateliers. Die ersten Künstler*Innen waren Absolventen der Braunschweiger Kunsthochschule, wo Neuenhausen lehrte. Nach und nach entwickelte sich ein reger Kunstbetrieb in der Kornbrennerei. Gemeinsame Ausstellungen zeigen bis heute die Vielfalt der künstlerischen Produktion. Der Stadtteil Hainholz mit seinem Gemisch aus einheimischen und vielen Migranten stand von Anfang an im Fokus künstlerischer Überlegungen. Inzwischen ist es so: Wer in Hannover über Hainholz spricht, denkt an einen künstlerisch geprägten Stadtteil. Legendär sind die Sommerfeste „Unter allen Dächern“.

Usch Jakobi und Bernd-Wolf Dettelbach organisierten von der Kornbrennerei aus im Gefängnis in Hainholz ein umfangreiches Skulpturen-Projekt mit Gefangenen. Es entstanden viele große Steinskulpturen, von denen einige im Parkareal vor dem Kulturhaus stehen.

Siegfried Neuenhausen

Die Bilderwand Bertramstraße – Kornbrennerei entstand als vielgliedrige Installation von Kunst im öffentlichen Raum. An der 80 Meter langen und 6 Meter hohen Industriewand der Firma VSM entlang der Bertramstraße sind Kunstwerke von folgenden Künstler*Innen zu sehen: Tony Cragg, Astrid Klein, Günther Uecker, Johannes Brus, Rob Scholte, Siegfried Neuenhausen, Jochen Gerz, Gerd Winner, C.O.Paefgen, Felix Droese, Gerhard Merz, Timm Ulrichs, Rüdiger Barharn und Ulla Lauer.

Siegfried Neuenhausen führt im Gefängnis Hainholz das Skulpturen-Projekt „Bauarbeiter“ durch. Gefangene bauten unter Mitarbeit von Bernd-Wolf Dettenbach und Nadia Peter eine Gruppe lebensgroßer, farbiger Holzskulpturen.

In Hainholz beginnt die Sanierung des Stadtteils. Im Rahmen dieser Sanierung schuf Neuenhausen in Zusammenarbeit mit Bewohner*Innen des Stadtteils eine Reihe großformatiger keramischer Skulpturen und Reliefs für den öffentlichen Raum.

Als erstes Werk ist die Hainholz-Stele entstanden, eine 8 Meter hohe Keramikskulptur, eine plastische Bildgeschichte, unter Mitwirkung von 40 im Stadtteil lebenden Menschen.

Hainholz-Stele, eine 8 Meter hohe Keramikskulptur

Einen Sommer lang wehten „Fahnen für Hainholz“. 20 professionelle Künstler*Innen, einige Laien und Schüler der Grundschule in Hainholz machten mit. Eine eigene Nähwerkstatt wurde für das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter gegründet.

Als zweites Skulpturen-Projekt entstanden die beiden Figurinen „Dame und König“, zwei 3,80 und 4 Meter hohe Keramikskulpturen, die den südlichen Stadtteil-Zugang auf einem neu gestalteten Platz markieren. Zudem entstand

  • die keramische Bodenarbeit „Sieben Artikel des Grundgesetzes“.
  • 74 keramische Selbstporträts von Menschen des Stadtteils, jung und alt, aus vielen Nationen. Zu sehen sind die Porträts heute neben dem Kulturhaus Hainholz.
  • „Hainhölzer Schuhe“, farbige Reliefs, ebenfalls gestaltet von Bewohner*Innen des Stadtteils für zwei Bänke auf dem Figurinen-Platz.

Das Projekt wurde 2011 mit dem Innovationspreis des Fonds Soziokultur ausgezeichnet und in verschiedenen Ausstellungen präsentiert.

Als drittes Skulpturen-Projekt entstanden die „Straßenbahn-Skulpturen“. Die beiden 10 Meter hohen mit Stahlträgern kombinierten keramischen Elemente stehen am Hainhölzer Markt auf beiden Seiten der Schulenburger Landstraße. Diese Skulpturen entstanden unter Mitarbeit von Hainhölzer Frauen. All diese Skulpturen-Projekte wurden in Kooperation mit dem Verein „Hainhölzer Kulturgemeinschaft“ und der Keramikwerkstatt der Braunschweiger Kunsthochschule realisiert.

Folgende Kornbrennerei Künstler*Innen arbeiteten mit:

Ulla Lauer, Gabriele Marx, Claus Ziemens, Claudia Kudlinski, Della, Sun-Rae Kim, Bong-Kil Kim, Gerd Schmidt Vanhove. Markus Neuenhausen entwickelte Werkzeuge und Arbeitsmethoden für die Herstellung der großformatigen Skulpturen.

Straßenbahn-Skulpturen

Siegfried Neuenhausen schuf mit ausrangierten roten Baumarkt-Einkaufswagen für den alten Hainhölzer Bahnhof die Wandskulptur „0% auf Alles“.

In diesem Jahr fand auch zum ersten Mal „Hainholz Classics“ in der Kornbrennerei während des Kultursommers statt. Ein Bläser-Ensemble der Musikhochschule Hannover und der Tonhalle gaben ein fulminantes Konzert vor über 100 Zuhörern im Innenhof.

Die Kornbrennerei wurde 35 Jahre alt, Anlass für ein rauschendes Fest mit über 150 Gästen. Künstler*Innen öffneten ihre Ateliers und gewährten Einblick in ihre Arbeit.

WENN+ABER war Gastgeber in der Kornbrennerei für die Konzertreihe „1to1concerts“. Die Kornbrennerei war ein Begegnungsort für
1 Musiker, 1 Zuhörer, mit 3 Meter Abstand. Die
1:1 CONCERTS haben in der Corona-Krise künstlerische Kraftorte geschaffen und Spendenbeiträge für die solidarische Unterstützung in Not geratener Musiker erspielt. 

In diesem Jahr fand der Kultursommer Hainholz Spezial statt. Wir aus der Kornbrennerei waren natürlich auch dabei. Kunst und Kultur in unserem Stadtteil zu fördern – das ist uns wichtig. Sehr beliebt waren 2021 sämtliche Kunstführungen durch Hainholz mit der Künstlerin Nina Pater. Sie lud unter anderem zum Rundgang entlang der Skulpturen ein und vermittelte, wie die Werke entstanden sind.

Claudi und Frank organisierten mit WENN+ABER in Zusammenarbeit mit dem Kunstsalon Hannover e.V. und dem Kulturtreff Hainholz die BlaBlaue Stunde – eine Konzertreihe.

Bei Zinnober öffneten wir unsere Türen für Kunstinteressierte und zeigten die Vielfalt der Kornbrennerei mit einer Ausstellung zum Thema Dachlattenkunst.

Ein Highlight des Kultursommers war Hainholz Classics – Ein Klassikkonzert, exklusiv in der Kornbrennerei. Wir hatten ausverkauftes Haus, ein tolles Publikum und wunderbare Musiker:innen zu Gast. Es spielten die CESTHETIK, das Celloensemble der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), sowie Sängerin Janna Berger und Gitarrist und Sänger Kai Wenas. Hainholz Classics wird vom Kunstsalon Hannover e.V. und WENN+ABER GmbH organisiert.